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Die Sexgötting aus der Oberpfalz macht auch vor dem Bürgermeister nicht Halt

Lizzy Aumeier „BEST OF“ am 27. April im Bürgersaal

Lizzy war da. Und alles, was bei Drei nicht auf dem Baum war, kam drunter. Die Herren im Publikum waren ihre Ansprech- und Spielpartner. Herbert aus der ersten Reihe rechts, der Mann mit Erfahrung. Mario aus der ersten Reihe links, der Mann mit dem sportgestählten Körper. Der eigene Ehemann ganz hinten, der Ossi, der dank Lizzy nun auch endlich Deutsch spricht. Martin Miller, der Chef von KKF, „der Bulle“, von dem sich Lizzy gerne mal mit Handschellen ans Bett fesseln lassen würde.
Und natürlich der Bürgermeister. Er wurde nicht nur verbal angebaggert, er musste ran, und das mitten auf der Bühne. Unerschrocken schritt er zur Tat und gab zusammen mit der Aumeier den Liebhaber aus Titanic. Forsch griff er zu, mit fester Stimme las er tapfer ab, was Lizzy ihm notiert hatte: Schönste Liebeserklärungen, gepaart mit klaren und direkten Aufforderungen. Markus Huber fand, ohne mit der Wimper zu zucken, eindeutige Worte (was blieb ihm auch anderes übrig) und hatte die Sexgöttin aus der Oberpfalz dabei stets fest im Griff. Das Publikum quittierte die Szene mit tosendem Applaus, wie immer wieder, den gesamten Abend über. Erneut ein toller Abend in einem ausverkauften Bürgersaal

Hier dazu der Pressebericht von Hanni Vollmer (Schwarzwälder Bote):

Neben diversen Konzerten, Aufnahmen für den Rundfunk und Auftritten im Fernsehen zieht es die beliebte Kabarettistin Lizzy Aumeier immer wieder auf die Bühnen der Kleinkunst-Szene. So auch am Samstagabend, wo sie bei „Kunst und Kultur“ im voll besetzten Farrenstall gastierte.

Eines ihrer prägnantesten Zitate lautet: „Mein Körper ist mein Kapital!“ In der Tat ist ihre Körperfülle Teil ihrer starken Bühnenpräsenz, jedoch müssen ihre Offenherzigkeit, ihre gnadenlose Selbstironie, ihre natürliche Spontanität, ihr fränkisch- oberbayrisches Mundwerk sowie ihre grandiose Komik im selben Atemzug genannt werden. Kaum hat die lustige Nudel im knallroten Kleid ihr Publikum mit „Servus“ begrüßt, geht’s auch schon los. Leicht schräg philosophiert sie über ihr Aussehen in herrlichen Wortaneinanderreihungen, die nicht unbedingt den Regeln der Syntax entsprechen, jedoch nicht ohne Wirkung bleiben, dazu kommen lustige Wortspiele. Nichts lässt sie aus, alles kommt dran, das Doppelkinn, der voluminöse Busen, Krampfadern, Sex bei ihrem Gewicht, das sie nur mit strengen Essgewohnheiten halten könne, bis hin zur Kleidergröße 76, die es laut Verkäuferinnen leider gar nicht gäbe. Und nackt vor dem Spiegel: „Das gönn’ ich ihm“, sie meint ihren sächsischen Ehemann, der nun endlich deutsch spräche. Vor ein paar Tagen klotzte ein Fremder auf ihren Hintern: „Was für ein Arsch“ – dasselbe kam ihr in den Sinn, als sie in sein Gesicht schaute. Zwischendurch rollt sie ihre großen, strahlenden Augen und gönnt sich einen kleinen Moment des Innehaltens, um gleich darauf wieder ihr fränkisches „R“ zu rollen.

Danach geht es um Sex und Macht, Männerfantasien und Frauenträume, die sie reichlich neckisch mit frivolen Kommentaren pfeffert. Gekonnt hält sie dabei die richtige Spannung zwischen Humor und Hintersinn. Besonders das sogenannte starke Geschlecht hat es ihr angetan. Mit ihren reichlich vorhandenen erotisch-fleischlichen Reizen, die die 49-Jährige – laut eigenen Angaben gehe sie auf die 40 zu, sie wisse jedoch nicht mehr von hinten oder von vorne – gerne zur Schau trägt, flirtet sie schon gerne mit dem einen oder anderen Zuhörer, um andererseits diese runden Reize komplett auf die Schippe zu nehmen. Auch plaudert die Rubensfrau aus dem Nähkästchen: „Ich steh’ auf ausgefallenen Sex – gestern ist er ausgefallen.“ Auf das schwach ausgeprägte Gehirn des Mannes spielt sie an: sie: „Schatz, ich wünsche mir von Dir etwas, das mit „S“ anfängt und mit „x“ endet. Er: „Was willst Du mit einer Steinflex anfangen?“

Auf die Bühne holt sie Bürgermeister Huber und spielt mit ihm total schräg die letzten Szenen aus „Titanic“, auch mit Martin Miller, dem „Bullen“, hat sie ihren Spaß. Tränen lacht das Publikum über die Tratschtante, die laut Jury zu den witzigsten Frauen auf deutschen Kabarettbühnen zählt, als sie die Rollenverteilung in der Ehe sarkastisch überzogen, aber farbecht thematisiert.

Ein toller Abend, ein begeistertes Publikum, langer Applaus, starke Zugaben.

Quelle: Schwarzwälder Bote

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