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Herr Niels und der Fürst der Finsternis: „Ein echter Knüller“

Super Stimmung bei KKF: Einen spaßigen Abend mit genialem Unsinn erlebten die Besucher am Samstagabend bei Kunst und Kultur im Farrenstall mit dem „Fürst der Finsternis“ und „Herr Niels“.

 

Auf allen international bedeutenden Varieté- und Theaterbühnen, faszinierenden Shows wie dem Cirque du Soleil oder renommierten Comedyfestivals ist Herr Niels mit seinem unglaublichen Spiel der imaginären Kräfte zu Hause. Martin Sierp – oder „Der Fürst der Finsternis“ ist der zweite, nicht weniger bekannte Comedian, der auf den Bühnen Europas auftritt und ebenso begeisterte.

 

Als großer Verwandlungkünstler sorgte Sierp an diesem Abend für ein kostenloses Workout der Bauchmuskeln sowie Vergnügen mit Zauberei, gelungenen Parodien und schier unerschöpflicher Schlagfertigkeit. Von der ersten bis zur letzten Minute nahm sich der Künstler nicht besonders wichtig und betonte mehrfach, dass seine Show kein Niveau habe. Er garantierte damit raffiniert, dass auch die flachsten Witze zum Lacher wurden. Gerade das machte ihn so sympathisch.

Mit der 13-jährigen Dornhanerin Maja aus dem Publikum bewies der Fürst sein Talent des Gedankenlesens. Sie sollte aus einem Vampirbuch ein Substantiv suchen und fest daran denken. Mit verbundenen Augen versuchte er, ihre Gedanken zu lesen, gespickt mit Albernheiten zur Belustigung der Besucher. Es überraschte nicht nur Maja, auch alle Gäste im gut besuchten Saal, dass das Wort „Friedhofsmauer“ das richtige war.

Susanne und Florian aus Sulgen holte er auf die Bühne und ließ sie reden, besser gesagt: Er übernahm die Rolle des Redens als Bauchredner für das Paar vor dem Altar. Das Publikum tobte. Dann wiederum ließ er Flaschen verschwinden oder zahlte mit 60 Euro in der Hand das Taschengeld seiner Söhne, das teure Shampoo seiner Frau, gab seinem Freund die geliehenen 30 Euro zurück und hielt zum Schluss immer noch 60 Euro in der Hand.

Körperillusionist erntet jede Menge Jubel

Bei Niels wiederum hieß es: „Flexibilität ist alles“. Unglaublich war sein nonchalantes Auftreten mit müheloser Leichtigkeit die Schwerkraft auflösend. Der grandiose Meister der Bewegung versetzte mit seiner eigenwilligen schlangenhaften Körpersprache und virtuoser Mimik alle ins Staunen. Dabei machte Herr Niels eigentlich nicht viel – oder besser gesagt nur ein bisschen Quatsch, Pantomime, sparsam eingesetzt, und witzig-kleine Wiederholungen, dagegen setzte er jedoch spektakuläre körperliche Einsätze. Wegen eben dieses subtilen artistisch-akrobatischen Zusammenspiels bei stummer Bühnenperformance begeisterte der mehrfach ausgezeichnete Körperillusionist und erntete nicht weniger Beifall und Jubel als Sierp. Die Doppelshow war, so ein Besucher, „ein echter Knüller – und das im kleinen Städtchen Dornhan“.

Text und Foto: Vollmer

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